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In der weiten Niederung im Tal des mäandrierenden Iser-Flusses (auf der Höhe von 840-880m) befand sich einst das malerische Dorf Groß-Iser. In den Fluss münden drei Bäche: Langewiessen (Jastrzêbnik), Lammerwasserzwiesel (Wrze¶niak) und Lammerwasser (Jagniêcy Potok).

Im Herbst wird die Große Iserwiese durch gelbes Gras und im Winter durch Schnee bedeckt
Die Große Iserwiese ist ein sehr wichtiger Teil des Isergebirges. Seit dem Mittelalter wurden die Gebiete von den Walen - mittelalterlichen Suchern von Edelsteinen und Erzen - besucht. In dem nahe liegenden Fluss wurden damals Gold, Rubine und sog. Iserine (Titaneisensteine) gefunden. In den nächsten Jahrhunderten wurde das Isergebirge zum Streitobjekt zwischen den Vertretern des schlesischen Hauses Schaffgotsch und des tschechischen Harrachov.

Toormoore im Iser-Tal auf der Großen Iserwiese mit den dominierenden Jelení stráò - Vì¾ní skaly
Außer den Mineralnaturschätzen zeichnet sich die Iserwiese auch durch zahlreiche Pflanzenschätze aus, weshalb hier ein Naturschutzgebiet geschaffen wurde.
Es existieren hier Relikte pleistozäner Flora: zahlreiche Krüppelbirken (Betula nana) auf dem Knieholzgebiet, die eine der größten Baumgruppen dieser Art in Polen bilden, Schwarze Krähenbeeren (Empetrum nigrum), Wenigblütige Seggen (Carex pauciflora) und Schlammseggen (Carex limosa), Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum), Gemeine Moosbeeren (Oxycoccus quadripetalus), Rundblättrige Sonnentaue (Drosera rotundifolia) sowie viele Torfarten.
Die Große Iserwiese ist ein Paradies auch für zahlreiche Vogelarten, wie z.B. Bergpieper (Antulus spinoletta) und den sehr seltenen Weißadler. Darüber hinaus bietet das Isertorfmoor Schutz für den in Polen einmaligen Kraniche (Grus grus) und seltene Krebse oder Krebstiere (Crustacea). Auch die letzten Exemplare der Iser Birkhühner (Tetrao tetrix) und Auerhühner (Tetrao urogallus) sind hier zu finden.

Blick vom Heufuder auf den südlichen Teil des Isergebirges. Der helle Fleck ist die Große Iserwiese
Das Klima auf der Großen Iserwiese ähnelt dem Nordskandinaviens: charakteristisch für das Gebiet sind starker Regen und sichere Schneebedingungen im Winter.
Es ist ohne Zweifel das kälteste Gebiet in Polen. Im Dezember fällt die Temperatur auf bis zu -30 Grad Celsius. Die niedrigste Temperatur wurde am 29. Dezember 1996 notiert, als die Quecksilbersäule -36,6 Grad Celsius zeigte. Im Sommer ist es hier auch kalt, nur an ca. 25 Tage im Jahr ist die Temperatur höher als 15 Grad Celsius. Am 20. Juli 1996 wurden hier gar nur -5,5 Grad Celsius notiert.

Die Große Iserwiese ist etwas Besonderes. Auch das dortige Klima ist ungewöhnlich. Dank der Errichtung eines Messpunktes stellte man fest, dass die Große Iserwiese der Kältepol Polens ist.

Ein markanterPunkt auf der Großen Iserwiese (Izerska £±ka) ist die dortige Berghütte. Sie ist, neben der Baude auf dem Heufuder und der Touristischen Station Karlstal (Orle), das einzige Gebäude, in dem man sich aufwärmen und eine kleine Speise zu sich nehmen kann.